Stefan Heym: Das politische Echo
In der Rezeption der Werke Stefan Heyms dominieren entsprechend ihrer Inhalte politische Kriterien. In Amerika wurde sein Buch "Goldsborough" ein großer Erfolg, und der Kritiker Orwell Prescott der New York Times stellte Er verglich den Roman mit Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" und stellte fest, dass Heym ein mindestens ebenso gutes Bild der nationalsozialistischen Diktatur und ihrer Opfer entworfen habe. Diese anfänglich positive Bewertung seitens der amerikanischen Literaturkritik Verurteilung des Autors und seiner wohlgesinnten Kritiker auf. Die Auswüchse der McCarthy-Ära hatten begonnen, und Heym zog es 1952 vor in die DDR überzusiedeln. Die Abrechnung mit Amerika erfolgte öffentlich.
In der BRD wurden seine späteren Romane als Dissidentenliteratur begrüßt. Die Kritik in der DDR vermisste erschien, wurden beispielsweise die Gewissensbisse, welche die Figur des Brede angesichts des Todes eines Spitzels quälen, von Gerd Hillesheim für unnötig befunden. Auch erschwere die Charakterisierung und die Anwendung des inneren Monologs bei dem Gestapo-Chef Reinhardt für viele Leser die eindeutige Parteinahme gegen ihn. Ein anderer Kritiker, Alexander Abusch, störte positive Alternative. Es gebe "keine ausreichende Darstellung der Kräfte des Fortschritts".
Als sich Heym auch in seinen späteren Romanen auf die Forderung der Parteilichkeit nicht einließ, im Gegenteil sie ausdrücklich ausschloss und statt dessen Kritik anbrachte, . Die Partei ließ sich auf keine Diskussion ein. Ihre Kritik äußerte sich in drastischen Maßnahmen. Die Medien blieben Heym und anderen kritischen Schriftstellern verschlossen. Die einzige Öffentlichkeit, die ihm blieb, waren die Westmedien, deren Benutzung ihm als konterrevolutionärer Schritt ausgelegt wurde. Publikation im Westen versuchte die Partei mit der Anklage des Verstoßes gegen das Devisengesetz zu verhindern. Als sich Heym mit anderen Autoren gegen diese Maßnahmen zur Wehr setzte und sich in einem öffentlichen Brief in einer westlichen Zeitung an Honecker wandte, wurde er 1979 aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. Wegen der in jenem Brief geäußerten Kritik, die gegen das Verbandsstatut verstieß, wurde von dem Vorsitzenden des Schriftstellerverbandes Hermann Kant als Diffamierung ausgelegt, um dem Ansehen des Verbandes genüge zu tun.
Das im Widerstand gegen Hitler erwachte politische Engagement, das viele Schriftsteller in der DDR fortzusetzen versuchten, fand wohl in diesem Ausschluss sein endgültiges Ende. Der Umschlag hatte sich schon im Exil und in der sowjetischen Zone Der Prozess gegen Janka und Biermanns Ausbürgerung, um nur zwei Beispiele zu nennen, signalisierten die zunehmende Erstickung der für die Revolution nach Marx so notwendigen Kritik. Die fähigsten Leute gingen, und eine Bürokratie blieb.
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A...Seine Bücher wurden zum großen Teil nicht mehr veröffentlicht. Deren
B...fest, dass das Gedichtsbuch schnell vergriffen wird.
C ...schlug um bei dem Erscheinen seines Romans "Die Augen der Vernunft". Charles A. Brady forderte in der politisch einflussreichen katholischen Zeitung "Common Weal" zu einer
D...dagegen eindeutige Stellungnahmen und konstatierte fehlende Parteilichkeit. Als "Der Fall Glasenapp"
E ...ihn in eine Reihe mit Thomas Mann, Werfel und Feuchtwanger.
F ...wurde er immer mehr aus dem Literaturbetrieb verdrängt.
G ...in der Kriminalisierung der Kritik angedeutet.
H ...sich an der Perspektivlosigkeit in "Der bittere Lorbeer" und vermisste die
I ...ihn beim Schreiben und verlangte wegen der versäumten Chancen
J ...sein Exil in den USA aufzugeben und
K ...nicht für immer in der BRD zu bleiben, sondern
L ... hielt noch einige Jahre an. Niemand forderte wirklich zu einer
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